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Saarbrücken - Deutschland

GRUNDSCHULE ST ARNUAL


"Energiebewusstsein für Grundschulkinder"

Hintergrund

Die Stadt Saarbrücken startete im Jahr 2000 das Programm Ökologische Schule. In diesem Projekt werden alle Schulen dazu aufgefordert, ihren Energie- und Wasserkonsum zu reduzieren. Das Beteiligungsinteresse ist dadurch gegeben, das die Schulen einen Teil der Ersparnisse erhalten – da alle Kosten der Renovierung von der Stadt bezahlt werden, können die Schulen das ersparte Geld in ihre eigenen Projekte einfließen lassen.Die Display-Kampagne bot sich als nützliche Möglichkeit an, das Programm Ökologische Schule weiter zu entwickeln und zugleich Energie- und Wassereinsparung bei den Kindern und ihren Familien zu fördern.


Gebäudedetails

Gebäudetyp: Grundschule; zwei Gebäude, beide Backsteinkonstruktion, auf gegenüberliegenden Straßenseiten. Das ‚rote’ Gebäude ist im original gebauten Zustand, das ‚weiße’ wurde ca 2000 renoviert.
Baujahr/ Nutzfläche/ Betriebszeit: Rotes Gebäude; Baujahr 1910, 1590 m2;Weißes Gebäude; Baujahr 1904, 1375 m2
Installierte Heizungs-/Kühlungssysteme Gasheizkessel für Raum- und Wasserheizung; Bei ‚Rot’ ca 1988 installiert; bei ‚Weiß’ ein Gasbrennwertkessel, ca 2000 installiert.
Energieprofil/CO2-Emissionen Für den Energiekonsum im Jahre 2003 wurde das weiße Gebäude mit A bewertet, und B für den CO2-Ausstoß; das rote Gebäude erhielt eine Wertung von C in beiden Kategorien. 2004 behielt ‚Weiß’ seine Wertung (69 kWh/m2), aber ‚Rot’ verbesserte sich in beiden Sparten auf B (99 kWh/m2). Das weiße Gebäude ist in der Klasse A des Wasserkonsums (79 l/m2), ‚Rot’ ist ein C (235 l/m2).


Projektbeschreibung

Ziel Die Förderung des Verständnisses von Lehrern und Schülern der Konsequenzen des Energie- und Wasserkonsums, um zu erreichen, dass umweltbewußtes Konsumverhalten in der Schule wie auch zu Hause umgesetzt wird.
Projekterläuterung Das Programm Ökologische Schule lief bereits schon in dieser Grundschule. Die Lehrerschaft wollte gerne Energie- und Wasserkonsum in den Unterricht mit einbauen, obwohl die Lehrer selbst von diesem Thema kein spezielles Wissen hatten. Die Beteiligung an der Display-Kampagne erlaubte es den Lehrern und Schülern, monatliche Informationen zum Energie- und Wasserverbrauch zu sammeln, wodurch sinkender oder wachsender Konsum erkennbar wurde. Die Resultate werden in den Eingangshallen beider Gebäude mittels Display-Poster ausgehängt. Der Unterschied zwischen den Energieprofilen der beiden Gebäude liefert den Lehrern zusätzliche, nützliche Information.Zur Renovierung des ‚weißen’ Gebäudes wurde die Außenwand extern thermisch isoliert und der Abschluß weiß gestrichen (daher das weiße Gebäude). Zusätzlich wurden ein Gasbrennwertkessel installiert, doppelglasierte Fenster und neue Toiletten und Waschbecken mit extra-niedrigem Wasserverbrauch. Das rote Gebäude war ursprünglich in einem besseren Zustand und wurde daher nicht zu dieser Zeit renoviert. Um so mehr ist der Vergleich interessant und nützlich. Der selbe Ansatz für Energie- und Wassereinsparung existiert in beiden Gebäuden, und Schüler sind sich deshalb der Unterschiede sehr bewußt. Die momentan einzige Möglichkeit der Wassereinsparung im roten Gebäude ist die Installation von Regenwassertanks die zur Gartenanlagenbewässerung beitragen könnten.Um das Projekt Ökologische Schule zu unterstützen, stellt die Stadt Saarbrücken Materialien für die beteiligten Schulen bereit. In der Grundschule St Arnual wurden diese im Unterricht verwendet, wobei Schüler zusammengearbeitet haben, um Poster über die diversen Aspekte des Wasser- und Energieverbrauchs anzufertigen, die unter anderem über tiefergehende ökologische Konsequenzen, den Wasser- und Energie verbrauch der Tierwelt und die Reduzierung des Konsums zu Hause und in der Schule informierten. Das Resultat ist eine erhöhte Wahrnehmung des Energie- und Wasserkonsums, und Gebäudeinsassen die stolz auf die entsprechende Leistung ihrer Schule sind. Dieser Erfolg bedeutet, dass der Wille für weitere Leistungsverbesserung allen – Schülern wie auch Lehrern – zuteil geworden ist. Vor allen Dingen wichtig ist es zu erkennen, dass diese Initiative nicht von einem einzelnen Lehrer ausgeht, sondern von allen Ebenen der Schule in Besitz genommen worden ist. Es ist im Laufe des Projekts klar geworden, dass nicht nur die Kinder für ihre eigene Zukunft Neues lernen, sondern auch die Eltern für das ‚hier und nu’!
Gründe für die Einbeziehung als Shining Example Es sind zwei Faktoren die in erster Linie die GS St Arnual zum Shining Example machen. Einerseits ist es die Tatsache, dass die ganze Schule, nicht nur ein paar Lehrer, am Projekt beteiligt sind, und andererseits ist es die Integration der Kampagne Display mit dem Projekt Ökologische Schule, die längerfristige Resultate zu erreichen vermag. Es ist diese Integration welche die ganze Initiative so erfolgreich macht, weil die Stadt die Lehrerschaft in ihrer Beteiligung und zugleich Display durch die Bereitstellung der pädagogischen Materialien unterstützt. Zusätzlich ist die Tatsache, dass die Gebäude ‚Rot’ und ‚Weiß’ unterschiedliche Energiesysteme haben, im Sinne des Vergleichs von Energie- und Wasserverbrauch besonders interessant und auch pädagogisch wertvoll. Von der Ausstattung her hat das weiße Gebäude den Vorteil, aber die Bemühungen um die konsumbewußte Nutzung der beiden Gebäude hat letztendlich dazu geführt, dass ‚Weiß’ im Energieverbrauch als A bewertet worden ist und ‚Rot’ sich in zwölf Monaten von C auf B verbessern konnte.


Kosten & Vorteile

Kosten & Finanzierung Für energieeinsparende Aktivitäten bedurfte es keine Ausgaben. Die Materialien von der Stadt wurden pro-bono geliefert, und die Finanzen vom Projekt Ökologische Schule können im Prinzip von der Schule für energie- und wassersparende Projekte ausgegeben werden.
Vorteile Die Hauptvorteile sind finanzieller Natur: im Projekt Ökologische Schule wird das Geld, dass durch die 40% Energie- und Wassereinsparung eingespart wurde, mit der Stadt geteilt. Das gibt dem Schulleiter den Ansporn, das Projekt weiterzuführen und zu diesem Zwecke die Schule weiter in die Display Kampagne einzubinden.Die Energieeinsparungen variieren, teilweise durch zusätzliche Aktivitäten bedingt – wie zum Beispiel die Feierlichkeiten im Jahr 2005 zum hundertjährigen Schuljubiläum. Die Schule blieb in den ersten Monaten des Jahres länger geöffnet, was natürlich den Energiekonsum erhöhte!

Details der Zusammenarbeit/Partnerschaft

Partner und ihre Rollen Die Display-Kampagne unterstützt den Dialog mit den anderen Lokalbehörden im Jahr 2000 aufgestellten sogenannten Quattropole Netzwerk – an das sich die Städte Saarbrücken, Metz, Luxembourg und Trier beteiligen. Das Ziel des Netzwerks ist es, die Wirtschaftskraft der Region, insbesondere durch die Verbesserung der regionalen Kommunikation, zu stärken.Die GS St Arnual ist eine der Schulen die als Vorzeigebeispiel der Display-Kampagne für andere Schulen innerhalb der Quattropole gilt.

Empfehlungen

Errungenschaften - Engagement der Schule in der Produktion der Display-Poster im Unterricht und Beteiligung an örtlichen Aktivitäten.
- Aufforderung an andere Schulen, sich zu beteiligen und ihnen zu beweisen „Du kannst es auch“.
- Ausdehnung dieser Form des Schuldialogs über das Quattropole Netzwerk.
- Schrittweise Entwicklung eines existierenden Programms weiter in Richtung Errungenschaftsstolz und wahres Verständnis der Themen.
- Seit dem die GS St Arnual Display-Mitglied geworden ist, ist der Energieverbrauch gesunken – von den Jubiläumsfeierlichkeiten abgesehen. Der Verbrauch seit den ersten Monaten von 2005 wird weiterhin überwacht um sicherzugehen, dass das Verbrauchsniveau wieder sinkt.
Schlussfolgerungen aus den bisherigen Erfahrungen - Lehrer mögen das Thema Energie- und Wasserkonsum völlig begreifen aber finden dennoch die Unterstützung bei der Entwicklung der Unterrichtsmaterialien und Ideen, und auch für die klare Kommunikation der unterschwelligen Konzepte hilfreich.
- Das Energieprofil der Schule „Gut, aber könnte besser sein.“ ist eine Botschaft zu der die Menschen in und im Umkreis der Schule einen guten Bezug finden.
- Ein wahrer Ansporn – die Möglichkeit, das gesparte Energiegeld für die Schule zu nutzen – sichert der Energieeinsparungsbotschaft Unterstützung.

Weitergehende Informationen

Organisation Stadt Saarbrücken
Kontakt Jürgen Lottermoser
Tel 0681 905 1576
Email JUERGEN.LOTTERMOSER@saarbruecken.de

Nützliche Informationen

Veröffentlichungen
Webseiten
Besichtigungen Kontaktieren Sie Jürgen Lottermoser

 
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